Drei Nachmittage lang wurde im Kinder- und Jugendzentrum Treffpunkt 13drei in Emsdetten kräftig Stimme gezeigt, Haltung geübt und Grenzen gesetzt. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Emsdetten und den Soroptimistinnen Emsdetten-Greven-Saerbeck organisierte das 13drei den Selbstbehauptungskurs „Du kannst mich mal!“, der jungen FLINTA* (also Mädchen, Frauen, inter, nicht-binären, trans und agender Personen) Raum gab, Stärke zu spüren und auszuprobieren. Unter der Anleitung der erfahrenen Trainerin Andrea Häusler lernten die Teilnehmerinnen an drei Freitagen, wie es sich anfühlt, selbstbewusst aufzutreten – mit Körpersprache, klarer Stimme und einer guten Portion Mut. „Sich zu verteidigen heißt nicht, mit den Fäusten zuzuschlagen, sondern präsent zu sein, Grenzen zu setzen und laut zu werden, wenn es nötig ist“, fasst die Trainerin zusammen. Und das durfte auch ganz praktisch geübt werden: Mit viel Energie, gegenseitigem Anfeuern und jeder Menge Humor stellten sich die Jugendlichen typischen Alltagssituationen – vom dummen Spruch auf der Straße bis zur unfairen Bemerkung im Freundeskreis. Wenn jemand pfeift oder blöde Kommentare macht? Kein Problem: „Ich bin stark, und ich hab keine Angst!“ Nach drei intensiven Kurseinheiten gingen die Mädchen gestärkt, aufrechter und mit einem Koffer voller Strategien nach Hause. Vielleicht nicht völlig angstfrei – aber mit deutlich weniger Unsicherheit und einem guten Gefühl, sich selbst behaupten zu können. Für alle Beteiligten war der Kurs ein voller Erfolg. Das 13drei-Team, die Soroptimistinnen Emsdetten-Greven-Saerbeck und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Emsdetten ziehen ein positives Fazit: Der Kurs hat gezeigt, wie wichtig Räume sind, in denen junge FLINTA*-Personen lernen, sich zu wehren, ihre Stimme zu nutzen – und andern selbstbewusst sagen zu können: „Du kannst mich mal!“.












